Herzlich willkommen !

Der Kulturkreis Bad Schönborn e.V. lädt Sie ein zu anspruchsvollen Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen und ähnlichen kulturellen Veranstaltungen.

 

 

Unsere nächste Veranstaltung:

Die für Juni geplante Aufführung des Theaterstücks "Judas" wird wegen der Covid-19-Pandemie verschoben auf das Frühjahr 2021 !

Judas Iskariot – sein Name steht für Verrat. Doch hat er wirklich treulos an Jesus gehandelt und ihn hintergangen? Nach rund 2000 Jahren meldet er sich zu Wort und möchte seine Version der Geschichte erzählen. Sein Anteil am Kreuzigungstod Christi lässt ihm keine Ruhe. Er berichtet von seinen drei Jahren mit Jesus, rekonstruiert die Geschehnisse bis zu dem Tag, an dem sie beide kurz nacheinander gestorben sind – der eine am Kreuz, der andere erhängt am Baum.

 

Judas, der bekannte Verräter. Judas, der willkommene Sündenbock. Ist damit alles gesagt, was über ihn gesagt werden kann?

Wer eigentlich war dieser Judas?

 

»MAN... weiß

sehr wenig über mein

Leben mit ihm.

Für viele gemeinsame

Momente gibt es keine

Zeugen.

Da waren nur er und ich.«

 

In einem spannenden, emotionalen Monolog spricht Judas über sich: seine Geschichte, seine Beweggründe, seinen Verrat.

 

Es spielt Bernhard Dedera unter der Regie von Renata Messing.

 


Rückblick auf unsere Veranstaltungen diesen Jahres:

 

Marimba und Klavier – zu ähnlich? Garantiert nicht!

 

Percussionist Sönke Schreiber und Pianistin Elisaveta Ilina entführten uns in schillernde, schwebende, aber auch rhythmisch eindringliche Klangwelten und nutzten die charakteristischen Klangeigenschaften beider Instrumente in überraschender Weise. Junge Komponisten aus Amerika, Polen, Deutschland und Japan erklangen neben einem mitreißenden Arrangement von Gershwins Rhapsody in Blue.

 

Thomas von Haefen schrieb über das Konzert für die Bruchsaler Rundschau:

 

„Das Duo „farbton“ begeistert beim Kulturkreis Bad Schönborn mit intensiven Klangerlebnissen“

 

Zum ersten Konzert des Kulturkreises Bad Schönborn hatten Norbert Vetter und sein Team ein ganz besonderes musikalisches Ensemble eingeladen. Und so kamen knapp 80 Gäste im leider wohl wegen der Virus-Panik nicht ganz gefüllten schönen Kursaal Sigel in Langenbrücken in den Genuss einer ganz besonderen Form von „moderner“ Klassik bezogen auf die Instrumentierung sowie der musikalischen Ausgestaltung. Das Duo „farbton“ aus Hamburg, bestehend aus der aus St. Petersburg stammenden Konzertpianistin Elisaveta Ilina und dem Percussionisten Sönke Schreiber präsentierte sein Programm „SOUNDbeat“, mit dem sie dem Publikum „kraftvolle und emotionale Musik der Zeit“ nahebringen und damit sowohl das Herz als auch die Beine ansprechen wollen. Dieses Programm, das die beiden studierten Musiker, die sich an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg kennengelernt haben und seit mehr als 10 Jahren im Ensemble zusammen spielen, steht neben einem weiteren klassischen Bühnenprojekt und ihrer musikalischen Arbeit mit Kindern sowie ihrer Lehrtätigkeit. Damit touren sie regelmäßig durch Deutschland und Europa und präsentieren dabei den begeisterten Besuchern interessante Stücke zumeist eher unbekannterer Komponisten und auch die dabei von ihnen einsetzten, teils sehr außergewöhnlichen Instrumente. Neben dem Piano, das von Elisaveta Ilina meisterhaft beherrscht wird und bei dem ihr spielerischer Schwerpunkt bei diesem Programm auf einer wirklich ausgefeilten, vertrackten und komplexen Rhythmik liegt, die sie in kraftvollen Ostinato-Figuren, aber auch feinsten rhythmischen Einwürfen ausspielen kann, steht Sönke Schreiber mit Vibraphon und Marimbaphon sowie diversen exotischen Kleingeräten. Sie begannen ihr Programm mit einem von einer irischen Melodie geprägten „Reel“ von Steffen Wick, einem zeitgenössischen deutschen Komponisten. Wunderbare rhythmische Strukturen von Piano und Marimbaphon, der warme Klang des großen Instrumentes mit den Holzklangstäben erfüllt sofort den Raum, dann übernimmt das Piano die verspielte, berührende Melodie. Es folgt mit „Dance“ ein jazziges, rhythmisch sehr anspruchsvolles Stück des Letten Rihards Zalupe, was trotz eines treibenden Charakters auch viele meditative Momente aufweist, eine Charakteristik ihrer Interpretationen, die sich durch das ganze Programm ziehen wird. Virtuose Läufe, gespielt mit vier Schlägeln erklingen dann auf dem mit Metallklangstäben belegten Vibraphon bei dem Tango „Piazonore“ von Alexeij Gerassimez, ein mitreißendes Stück. Aber auch die Ruhe und das Stillhalten sind wesentlicher Bestandteil des Programmes, besonders bei „Double Happiness“ des Amerikaners Cerrone zu hören, hier wird das Spiel der beiden mit elektronischen Geräuschen unterlegt. Bei einer spannenden Eigenkomposition kommen dann zwei Kalimbas, kleine afrikanische Lamellenzupfinstrumente und eine „Handpan“, eine quasi umgedrehte „Steeldrum“ zum Einsatz, ganz neue Klangeindrücke entwickeln sich für die gespannten Zuhörer. Nach einer gelungenen Adaption von Gershwins „Rhapsody in Blue geht der besondere Abend mit dem Soundtrack zu einem japanischen Film zu Ende, hierbei übernimmt Ilina das Vibraphon und Schreiber das Marimbaphon. Beide Instrumente zusammen ergeben einen sehr schwebenden Klangeindruck und lassen ein wunderbares Konzert stimmungsvoll ausklingen. (Thomas von Haefen)

 

 

Einige Impressionen von diesem schönen Konzertabend (Fotos von Thomas Christ und Claudia Maciejewski):

 



 

Kunstausstellung des KuKuK im Rathaus

Kaum sind die Farb –Ton – Klänge im Kursaal Sigel verflogen, steht schon die nächste Ausstellung der Gruppe „Kunst im Kulturkreis“ an.

Der „KuKuk“ lädt Sie herzlich zu seiner traditionellen Herbst/Winterausstellung im Rathaus Mingolsheim ein. Es werden wieder eine Vielzahl an Werken in verschiedenen Techniken zu sehen sein, die auch käuflich erworben werden können. Vielleicht findet sich das eine oder andere Weihnachtsgeschenk darunter.

Die Ausstellung findet von 01.11.2019 – 30.01.2020 statt und kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

Vernissage war am 05.11.2019 um 18.30 Uhr, musikalisch umrahmt von der Musikschule Mehrklang.

Über Ihr Kommen freuen sich die Künstler Hubertus Graef, Iris Gaßner, Klaus Mayer, Luise Helm, Ruth-Anne Zorla, Tanja Burghardt, Uta Schäfer, Thomas Fürbaß und Eva Witkowski.

 


Auftaktveranstaltung des Aktionsbündnisses „ZEICHEN SETZEN“ zum Jahresthema: „In Frieden zusammenleben“

 

Sonntag, 26. Januar 2020

 

10:00 Uhr     Themengottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche in Bad Schönborn - Mingolsheim

16:00 Uhr     Gedenken für Opfer der NS-Gewaltherrschaft  (Gedenkweg beginnend an der Marum-Säule bei der Vollzugsanstalt Kislau über die          Stolpersteine zur Synagoge und zum jüdischen Friedhof)

17:00 Uhr      Baumpflanzaktion an der Allee der Gerechtigkeit vor dem jüdischen Friedhof

17:30 Uhr      Vortrag und Gespräch  "in Frieden zusammenleben" im Edith-Stein-Haus Bad Schönborn-Mingolsheim (Friedrichstraße/Falltorstraße).

Die Pädagogin und Mediatorin Karen Hinrichs vom neuen Friedens-Institut Freiburg regt unter dem genannten Thema an, über gewaltfreie und einfühlsame Kommunikation nachzudenken. Wie schaffen wir es im persönlichen und zivilen Bereich, Probleme oder Konflikte zu lösen?

 

Wir weisen noch auf eine weitere Gedenkveranstaltung in Bad Schönborn hin:

Am Montag, 27. Januar 2020,  jährt sich die Befreiung des Lagers Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee zum 75. Mal. Unser Kooperations-Verein „Lernort Zivilcourage und Widerstand e.V." (Karlsruhe) nimmt den Jahrestag zum Anlass, um an diesem Tag von 17.00 bis 18.00 Uhr an dem für den Lernort vorgesehenen Bauplatz am Kislauer Weg eine Gedenkstunde abzuhalten.  Der Titel heißt: „Auftakt zu Terror und Vernichtung". Der Titel nimmt darauf Bezug, dass das KZ Kislau ebenso wie andere frühe Lager am Anfang der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft stand.

Mit der Aktion #LichtergegenDunkelheit am 27.01.2020 von 17:00 - 19:00 errinnern Gedenkstätten des Nationalsozialismus den Opfern des Holocaust. In unserer Partnerschaft mit dem "Lernort Civilcourage und Widerstand e.V." wollen wir auf diese Aktion aufmerksam machen und laden Sie ein, mit einem brennenden Licht bei Ihnen zu Hause das Gedenken an den Holocaust zu verbreiten.


 

Kulturkreis Bad Schönborn in Kooperation mit Kraichgau-Sternwarte Gondelsheim

  

Wie kam das Gold auf die Erde?

  

Populärwissenschaftlicher Vortrag von Georg Henneges

Freitag, 17.01.2020, 19 Uhr, im Haus des Gastes in Bad Mingolsheim

 

Die Materie unseres Planeten Erde besteht aus rund neunzig Elementen. Wo kommen diese eigentlich her? Bis vor wenigen Jahren konnte man deren Entstehung nur zum Teil erklären. Für die meisten schwereren Elemente, wie z.B. Gold oder Platin, gab es nur Vermutungen. Erst vor zwei Jahren gelang es mit Hilfe neuer Gravitationswellendetektoren experimentell nachzuweisen, welche der Theorien stimmen. Wir wissen jetzt, wie die Elemente erzeugt wurden, aus denen unsere bekannte Welt sich aufbaut. Und erst jetzt können wir wirklich erklären, wie das Gold auf die Erde kam. Wir alle bestehen aus Sternenstaub und werden wieder in jungen Sternen für den Aufbau neuer Elemente gebraucht. Ein faszinierender Kreislauf des Geben und Nehmens im All, der sich uns an diesem Abend erschließt.

Georg Henneges war als Physiker am KIT in Karlsruhe in der Forschung tätig und ist Vorsitzender des Vereins Kraichgau-Sternwarte Gondelsheim e.V. Er wird uns die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Entstehung der Elemente anschaulich vermitteln. Anschließend besteht die Möglichkeit für Fragen und zur Diskussion.

 

Lesen Sie hierzu den (gekürzten) Presseartikel unseres Mitglieds Eike Schmidt-Lange:

 

Wie kam das Gold auf die Erde?

Physiker Georg Henneges überraschte mit neusten Ergebnissen der Wissenschaft

 

Tief reingelangt in die Kiste der Naturwissenschaft hat Georg Henneges in seinem Vortrag über die Entstehung der Elemente. Bei seiner Begrüßung reihte der neue Vorsitzende des Kulturkreises, Norbert Vetter, die Veranstaltung in das bewusst weiter gefächerte Kulturprogramm dieses Jahres ein. Das Motto für 2020 heiße „Kultur hat viele Facetten“, von Wissenschaft über Theater, Klassik und Bildende Kunst.

Angekündigt war der Vortrag unter dem Titel „Wie kam das Gold auf die Erde?“ Aber lächelnd verriet der Diplomphysiker und Astronom aus Bad Schönborn, dass diese Überschrift auch werbend und mehr symbolisch gemeint war. Es ginge vor allem darum, wie im Weltraum im Laufe von Milliarden Jahren die Elemente, aus denen alles besteht (also auch Gold), erzeugt wurden und darum, dass dieser Prozess immer noch in Gang ist.

 

Die vielen interessierten Hörerinnen und Hörer im voll gedrängten Vortragssaal erfuhren, dass beim wiederkehrenden „Recycling“ der Sterne in den nachfolgenden Generationen die Elemente quasi angereichert werden. Es brauchte gut zehn Milliarden Jahre, bis genug der schwereren Elemente angereichert waren, um Planeten entstehen zu lassen wie unsere Erde. Gold ist eines der schwersten Elemente und kommt im ganzen Kosmos milliardenfach seltener vor als etwa Silicium. Das gelte auch hier auf unserer Erde. Der Zuhörer konnte an dieser Stelle heraushören: Dies ist ein Grund für die Strapazen und Mühen der Goldgräber aller Zeiten.

 

Henneges verwies auch auf die Geschichte der Sternforschung und der Physik der letzten 100 Jahre. Albert Einsteins Erkenntnisse sind seitdem immer wieder bestätigt worden: Aus Materie kann Energie werden – und umgekehrt. Das Weltall ist dynamisch. Es ändert sich dauernd. Hunderte von Sternenexplosionen werden jedes Jahr beobachtet. Und jede Woche verschwinden demnach Sterne aus dem All. Ihre ins All geschleuderte Materie wird zur Geburt neuer, junger Sterne gebraucht. Das unterstrich der Leiter der Gondelsheimer Sternwarte mit eigenen Bildern, die etwa den Orion-Nebel zeigten, in dem nur wenige tausend Jahre alte Sterne gerade neu geboren wurden.

 

Bis vor wenigen Jahren konnten die Astrophysiker jedoch nicht sicher begründen, wieso es so viel Gold im Weltall gibt. Bei den Supernova-Explosionen wird nämlich viel zu wenig Gold erzeugt, um die tatsächlich im All gemessene Menge erklären zu können. Erst durch neueste Untersuchungsmethoden konnte das fehlende Gold gefunden werden! In den USA und in Italien wurden drei riesige Observatorien gebaut, die kleinste Spuren von Gravitationswellen aus dem Kosmos messen können. Mit diesen konnte im August 2017 auf sensationelle Weise beobachtet werden, wie zwei Neutronensterne miteinander verschmolzen. Damit wurde nachgewiesen, dass dieser bisher nur theoretisch gedachte Vorgang im All tatsächlich passiert und dabei genügend Gold erzeugt wird, um das Rätsel zu lösen.

Das Fazit des Abends hieß: „Auch wir Menschen sind letztendlich Sternenstaub. Aber wenn es Sie tröstet: Kein Element des Sternenstaubs geht jemals verloren!“